RESTART II

Reintegrationsunterstützung für Freiwillige Rückkehrer/innen nach Afghanistan

und in die Islamische Republik Iran


Von 1. Jänner 2017 bis 31. Dezember 2019 implementiert die Internationale Organisation für Migration (IOM), Landesbüro für Österreich, das Projekt “RESTART II – Reintegrations-unterstützung für Freiwillige Rückkehrer/innen nach Afghanistan und die Islamische Republik Iran”. Das Projekt wird durch den Asyl, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union und das Österreichische Bundesministerium für Inneres kofinanziert.

Im Rahmen des Projekts können Drittstaatsangehörige bei ihrer freiwilligen Rückkehr nach Afghanistan und in die Islamische Republik Iran sowie bei ihrer nachhaltigen Reintegration im jeweiligen Herkunftsland unterstützt werden.

Das Projekt sieht die Teilnahme von 490 Personen vor. Pro Haushalt kann nur eine Person teilnehmen.

Die Maßnahmen, die die Rückkehrer/innen bei ihren Reintegrationsbemühungen unterstützen, werden gemeinsam mit den Teilnehmer/innen erarbeitet und sind auf deren individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmt.


IOM setzt im Rahmen des Projekts folgende Maßnahmen um:

RÜCKKEHRUNTERSTÜTZUNG:

  • Informationsgespräche vor der Abreise in Österreich;
  • Möglichkeit der Erhebung der familiären Situation im Rückkehrland im Falle der Rückkehr von unbegleiteten Minderjährigen;
  • Logistische Organisation der Reise (inklusive Kauf des Flugtickets);
  • Unterstützung bei der Abreise am Flughafen Wien Schwechat;
  • Empfang und Unterstützung bei der Ankunft sowie Organisation der Weiterreise zum endgültigen Zielort in Afghanistan und der Islamischen Republik Iran;
  • Temporäre Unterkunft nach der Ankunft im Rückkehrland.


REINTEGRATIONSUNTERSTÜTZUNG:

  • Beratung der Projektteilnehmer/innen nach der Rückkehr bezüglich ihrer Möglichkeiten unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten, ihres Ausbildungs- und beruflichen Hintergrunds und ihrer persönlichen Lebenssituation;
  • Finanzielle Unterstützung in Form von Bargeld: EUR 500,- für jede/n Projektteilnehmer/in, um die dringendsten Bedürfnisse direkt nach der freiwilligen Rückkehr in das Herkunftsland abzudecken;
  • Reintegrationsmaßnahmen in Form von Sachleistungen im Wert von bis zu EUR 2.800,- für:
  • Unterstützung für einkommensgenerierende Aktivitäten (Ankauf von Waren, Vieh, Ausrüstung, Material, Werkzeug, etc.)
  • Aus- und Weiterbildung;
  • Unterkunft;
  • Unterstützung für Kinder;
  • Medizinische Unterstützung;
  • Leitfaden zur Unternehmensgründung und Weitervermittlung zu kostenlosen Business Trainings.

Für die genannten Sachleistungen werden die Dienstleister/innen und Verkäufer/innen direkt bezahlt.

Rückkehrer/innen mit besonderen Bedürfnissen (Familien mit nur einem Elternteil, unbegleitete Minderjährige, ältere Personen, Betroffene von Menschenhandel, etc.) wird spezielle Aufmerksamkeit geschenkt.


UNTERSTÜTZUNG FÜR RÜCKKEHRBERATER/INNEN:

In Österreich wird Rückkehrberatung von Organisationen, die damit vom Österreichischen Bundesministerium für Inneres beauftragt werden, sowie von der Kärntner Landesregierung angeboten. IOM koordiniert alle Aktivitäten mit den Rückkehrberater/innen und steht jederzeit für individuelle Rückfragen und Anliegen zur Verfügung.

Das Begleitende Gremium, ein Forum, das vom IOM Landesbüro für Österreich für alle in Reintegrationsprojekte involvierten Stakeholder eingerichtet wurde, trifft sich regelmäßig, um Projektfortschritte und Herausforderungen zu besprechen.


MONITORING:

IOM führt in den Herkunftsländern Monitorings in Form von Interviews und Besuchen bei den Projektteilnehmer/innen durch, um die Wirkung der Unterstützung zu prüfen und Einblick in die Lebensumstände der Rückkehrer/innen zu gewinnen. Zudem ermöglichen es Monitoringreisen den Mitarbeiter/innen von IOM Österreich, Projektteilnehmer/innen nach Erhalt der Unterstützung zu treffen.


BEWUSSTSEINSSCHAFFUNG, PARTNERSCHAFTEN UND KOOPERATIONEN:

IOM Österreich hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für das Thema Rückkehrmigration und diesbezügliche Unterstützungsangebote zu fördern. Im Rahmen von RESTART II werden Informationen und Erfahrungen mit interessierten Stakeholdern sowie der breiten Öffentlichkeit geteilt; unter anderem wird ein vierteljährlicher Newsletter über Aktivitäten im Bereich der Unterstützten Freiwilligen Rückkehr und Reintegration, einschließlich des Projekts RESTART II, an alle wichtigen Stakeholder versandt und online veröffentlicht. Zudem werden die länderübergreifende Diskussion sowie der Austausch unter Praktiker/innen, Diaspora-Organisationen, Behörden und der Wissenschaft unterstützt und gefördert.

IOM sucht und pflegt den Kontakt mit relevanten Stakeholdern in Österreich, Afghanistan und der Islamischen Republik Iran, um lokale Unterstützungsstrukturen für Rückkehrer/innen, insbesondere für vulnerable Gruppen, auf- und auszubauen.


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Andrea Götzelmann

Internationale Organisation für Migration (IOM)
Nibelungengasse 13/4
1010 Wien

Tel: 0043/ 1 585 33 22 22
E-Mail: avrr.vienna@iom.int

 

- Projektinformation auf Deutsch

- Information für Klient/innen auf Deutsch, Dari, Farsi, Paschto

 

Dieses Projekt wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union
und das Österreichische Bundesministerium für Inneres kofinanziert.