Unterstützung der freiwilligen Rückkehr und Reintegration von Rückkehrenden nach Afghanistan

Laufzeit: 1. Mai 2012 bis 30. Juni 2015

Von Mai 2012 bis Juni 2015 implementierte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Wien das Projekt "Unterstützung der freiwilligen Rückkehr und Reintegration von Rückkehrenden nach Afghanistan", das vom Europäischen Rückkehrfonds und dem Österreichischen Bundesministerium für Inneres (BM.I) kofinanziert wurde.

Im Rahmen dieser Projektreihe wurden freiwillige Rückkehrer/innen, die aus Österreich nach Afghanistan zurückkehrten, bei ihrer Rückkehr und nachhaltigen Reintegration unterstützt. Die Maßnahmen, die die Rückkehrer/innen bei ihren Reintegrationsbemühungen begleiteten, wurden gemeinsam erarbeitet und auf deren individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmt.

IOM setzte im Rahmen des Projekts folgende Maßnahmen um:

RÜCKKEHR- & EMPFANGSUNTERSTÜTZUNG:

  • Informations- und Beratungsgespräche vor der Abreise;
  • Empfang und Unterstützung bei der Ankunft am Kabul International Airport, bei Bedarf;
  • Medizinische Unterstützung in der IOM Kabul Flughafenklinik, bei Bedarf;
  • Organisation der Weiterreise zum endgültigen Rückkehrort in Afghanistan, bei Bedarf;
  • Organisation temporärer Übernachtungsmöglichkeiten für die Dauer von bis zu 2 Wochen im Jangalak Reception Center in Kabul, bei Bedarf;
  • Informationsgespräche zu Minengefahr.

REINTEGRATIONSUNTERSTÜTZUNG:

  • Finanzielle Unterstützungsleistung bei der Ankunft in Afghanistan: Ein Betrag von EUR 500,- für jede/n Projektteilnehmer/in, sowie zusätzlich EUR 500,- für jedes mit zurückkehrende erwachsene Familienmitglied und EUR 250,- für jedes mit zurückkehrende minderjährige Familienmitglied, um akute Bedürfnisse bei der Ankunft in Afghanistan abzudecken.
  • Beratung nach der Ankunft in Afghanistan: Beratung des/der Rückkehrenden bezüglich seiner/ihrer Chancen und Möglichkeiten unter Berücksichtigung der lokalen Situation, seines/ihres akademischen und beruflichen Hintergrunds und seiner/ihrer persönlichen Lebenssituation.
  • Reintegrationsmaßnahmen in Form von Sachleistungen zu einem Maximalwert von EUR 3.500,- für:
    • Gründung von Kleinunternehmen;
    • Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen;
    • Arbeitsvermittlung/Arbeitsplatzbeschaffung;
    • Sonderunterstützung für Rückkehrer/innen mit besonderen Bedürfnissen.

Die genannten Unterstützungsleistungen wurden nicht in bar bereitgestellt. IOM bezahlte die Dienstleister/innen und Verkäufer/innen direkt.

MONITORING:
IOM in Afghanistan führte kontinuierlich Monitoring in Form von regelmäßigem Kontakt und Beratungsgesprächen mit den Projektteilnehmern/innen vor Ort durch. Zusätzlich wurde eine Monitoringreise von IOM Wien organisiert, um mit den Mitarbeiter/innen und Projektteilnehmer/innen in Afghanistan Informationen über die bereits geleisteten Reintegrationsmaßnahmen auszutauschen.

PARTNERSCHAFTEN & KOOPERATIONEN
In Österreich wird individuelle Rückkehrberatung von Einrichtungen, die damit vom BM.I beauftragt wurden, sowie von der Kärntner Landesregierung angeboten. IOM Wien arbeitete eng mit den Rückkehrberatungsoranisationen zusammen und stand jederzeit für Rückfragen zur Verfügung.

Im Rahmen des Projekts wurden Internationale Workshops für Rückkehrberater/innen angeboten, um den Rückkehrberater/innen den direkten Austausch mit jenen IOM Mitarbeiter/innen zu ermöglichen, die ihre Klient/innen nach ihrer Rückkehr Afghanistan und anderen Herkunftsländern betreuen.

Projektinformation auf Dari

Projektinformation auf Paschtu

Für weitere Informationen kontaktieren Sie avrr.vienna@iom.int


Dieses Projekt wurde durch den Europäischen Rückkehrfonds und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert.