RESTART

Reintegrationsunterstützung für Freiwillige Rückkehrer/innen nach Afghanistan, Pakistan

und in die Russische Föderation/Republik Tschetschenien

Von 1. Juli 2015 bis 31. Dezember 2016 implementiert die Internationale Organisation für Migration (IOM), Landesbüro für Österreich, das Projekt “RESTART – Reintegrations-unterstützung für Freiwillige Rückkehrer/innen nach Afghanistan, Pakistan und in die Russische Föderation/ Republik Tschetschenien”. Das Projekt wird durch den Asyl , Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union und das Österreichische Bundesministerium für Inneres kofinanziert.

Im Rahmen des Projekts können Drittstaatsangehörige bei ihrer freiwilligen Rückkehr von Österreich nach Afghanistan, Pakistan und in die Republik Tschetschenien der Russischen Föderation sowie bei ihrer nachhaltigen Reintegration im jeweiligen Herkunftsland unterstützt werden.

Das Projekt sieht die Teilnahme von 330 Personen vor. Pro Haushalt kann nur eine Person teilnehmen.

IOM setzt im Rahmen des Projekts folgende Maßnahmen um:

RÜCKKEHRUNTERSTÜTZUNG:

  • Logistische Organisation der Reise (inklusive Kauf des Flugtickets)
  • Unterstützung bei der Abreise am Flughafen Wien
  • Empfang und Unterstützung bei der Ankunft sowie Organisation der Weiterreise in Afghanistan und Pakistan

REINTEGRATIONSUNTERSTÜTZUNG:

  • Informationsgespräche vor der Abreise in Österreich
  • Beratung der Rückkehrer/innen nach der Ankunft im Herkunftsland bezüglich ihrer Chancen und Möglichkeiten unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten, ihres Ausbildungs- und beruflichen Hintergrunds und ihrer persönlichen Lebenssituation.
  • Finanzielle Unterstützung in Form von Bargeld: EUR 500,- für jede/n Projektteilnehmer/in, um die dringendsten Bedürfnisse direkt nach der freiwilligen Rückkehr in das Herkunftsland abzudecken.
  • Reintegrationsunterstützung in Form von Sachleistungen wie
    • Unterstützung bei einkommens-generierenden Aktivitäten wie der Gründung eines Kleinunternehmens, dem Eingehen einer Geschäftspartnerschaft (z.B. Kauf von Ausstattung, Waren), oder einer Berufsausbildung
    • Unterstützung für vulnerable Personen: Verbesserung der Lebensumstände
    • Unterkunft
    • Aus- und Weiterbildung
    • Kinderbetreuung
    • Medizinische Unterstützung

Die genannten Sachleistungen werden nicht in bar finanziert. IOM bezahlt die Dienstleister/innen und Verkäufer/innen direkt.

Die Maßnahmen, die die Rückkehrer/innen bei ihren Reintegrationsbemühungen unterstützen, werden gemeinsam mit den Teilnehmer/innen erarbeitet und sind auf deren individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmt.

Rückkehrer/innen mit besonderen Bedürfnissen (Familien mit nur einem Elternteil, unbegleiteten Minderjährigen, älteren Personen, Betroffenen von Menschenhandel, etc.) wird spezielle Aufmerksamkeit geschenkt.

MONITORING:
IOM und lokale Partnerorganisationen führen in den Herkunftsländern Monitorings in Form von Interviews und Besuchen bei den Projektteilnehmer/innen durch. Zudem ermöglichen es Monitoringreisen den Mitarbeiter/innen von IOM Österreich, Projektteilnehmer/innen nach Erhalt der Unterstützung zu treffen.

BEWUSSTSEINSSCHAFFUNG, PARTNERSCHAFTEN UND KOOPERATIONEN:
IOM Österreich hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für das Thema Rückkehrmigration und diesbezügliche Unterstützungsangebote zu fördern. Im Rahmen von RESTART werden Informationen und Erfahrungen mit interessierten Stakeholdern sowie der breiten Öffentlichkeit geteilt. Zudem werden die länderübergreifende Diskussion und der Austausch unter Praktiker/innen, Diaspora-Organisationen, Behörden und der Wissenschaft unterstützt und gefördert.

IOM sucht und pflegt den Kontakt mit relevanten Stakeholdern in Österreich, Afghanistan, Pakistan und der Russischen Föderation, um lokale Unterstützungsstrukturen für Rückkehrer/innen, insbesondere für vulnerable Gruppen, auf- und auszubauen.

UNTERSTÜTZUNG FÜR RÜCKKEHRBERATER/INNEN:
In Österreich wird Rückkehrberatung von Organisationen, die damit vom Österreichischen Bundesministerium für Inneres beauftragt werden, sowie von der Kärntner Landesregierung angeboten. IOM koordiniert alle Aktivitäten mit den Rückkehrberater/innen und steht jederzeit für individuelle Rückfragen und Anliegen zur Verfügung.

Das Begleitende Gremium, ein Forum, das vom IOM Landesbüro für Österreich für alle in Reintegrationsprojekte involvierten Stakeholder eingerichtet wurde, trifft sich regelmäßig, um Projektfortschritte und Herausforderungen zu besprechen.


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Andrea Götzelmann

Internationale Organisation für Migration (IOM)
Nibelungengasse 13/4
1010 Wien

Tel: 0043/ 1 585 33 22 22
E-Mail: avrr.vienna@iom.int

Dieses Projekt wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union und das Österreichische Bundesministerium für Inneres kofinanziert.