ASYL-Train

Trainings zur Identifizierung von Betroffenen von Menschenhandel und zu interkulturellen Kompetenzen im österreichischen Asylverfahren

Die gesteigerte Anzahl an Asylanträge in den letzten Jahren – insbesondere im Jahr 2015 – belastet das österreichische Asylsystem stark. In diesem Zusammenhang zielt das Projekt Asyl-Train auf den Aufbau von Kapazitäten in den Bereichen der Identifizierung von Betroffenen von Menschenhandel sowie der Verstärkung interkultureller Kompetenzen ab.

Das Ziel des Projekts ist es österreichische Akteure für das Thema Menschenhandel zu sensibilisieren, um Betroffene rascher identifizieren zu können, sowie ihre interkulturellen Kompetenzen aufzubauen bzw. zu verstärken, um die Interaktionen mit Asylwerber/innen kultursensibler und effizienter gestalten zu können. Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Projekt IBEMA (Identifizierung von Betroffene des Menschenhandels im Asylverfahren), das vom 1. April 2014 bis 31. Dezember 2016 durchgeführt wurde, sowie aus Trainings, bei denen im Jahr 2016 der Bedarf zur Vermittlung von interkulturellen Kompetenzen im Asylbereich erhoben wurde, bietet das Projekt themenspezifische Schulungen in beiden Bereichen für die folgenden Zielgruppen an:

  • Schulungen zur Erkennung von Betroffenen von Menschenhandel für:
    • Mitarbeiter/innen des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl
    • Richter/innen des Bundesverwaltungsgerichts
    • Betreuer/innen der Firma ORS Service GmbH (zuständig für die Betreuung in den Bundesbetreuungsstellen)
    • Rechtsberater/innen der vom BM.I beauftragten Rechtsberatungsorganisationen
  • Schulungen zu interkulturellen Kompetenzen für:
    • Mitarbeiter/innen des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl
    • Mitarbeiter/innen aus der mobilen Flüchtlingsbetreuung der Caritas und Diakonie.

Insgesamt werden in den beiden Bereichen 39 Trainings in allen Bundesländern Österreichs im Rahmen des Projekts als mobile Maßnahme angeboten. Die Schulungen werden gemeinsam mit dem UNO Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR), dem Bundeskriminalamt, der LEFÖ Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel, dem Männergesundheitszentrum, dem Kinderschutzzentrum „Drehscheibe“ der Stadt Wien, der rechtlichen Expertin Mag. Ines Rössl und dem Interkulturellen Zentrum abgehalten.

Das Projekt wird abteilungsübergreifend (Integration und Bekämpfung von Menschenhandel) implementiert.

Laufzeit: 1. Jänner 2017 bis 31. Dezember 2019

 

Materialien:

Kurze Projektbeschreibung

Broschüre Menschenhandel

Broschüre Interkulturelle Kompetenzen (in Kürze verfügbar)

 

Weiterführende Links:

www.unhcr.at

www.bmi.gv.at/cms/bk/_news/start.aspx

http://www.lefoe.at/index.php/ibf.html

www.men-center.at

www.wien.gv.at/menschen/magelf/kinder/drehscheibe.html

www.iz.or.at

 

Kontakte

Katie Klaffenböck:
kklaffenboeck@iom.int
+43 1 585 33 22 46

Katharina Benedetter:
kbenedetter@iom.int
+43 1 585 33 22 19

Oana Timofte:
itimofte@iom.int
+43 1 585 33 22 24

 

Dieses Projekt wird durch den Europäischen Asyl- Migrations- und Integrationsfonds und das Österreichische Bundesministerium für Inneres kofinanziert.